Die wichtigsten Begriffe der studentischen Sprache übersichtlich auf einer Seite:
 
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  • Aktiver
    Studierendes Mitglied einer Studentenverbindung (siehe Aktivitas).
  • Aktivitas
    Alle Füchse, aktive Burschen und inaktive Burschen bilden zusammen die Aktivitas. Sie wird geleitet von den Chargen, ist demokratisch aufgebaut (Convente) und gestaltet das Programm und somit das Verbindungsleben.
  • Alter Herr
    Ab ca. 1860 neben Philister gebräuchliche Bezeichnung für ein Mitglied einer Studentenverbindung nach Abschluß des Studiums. Der spießbürgerlichen Nebenbedeutung von Philister sollte mit diesem Ausdruck die Würde des Alters entgegengesetzt werden.
 
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  • Band
    Es wird über die rechte Schulter zur linken Hüfte getragen, hat eine Breite von ca. 2,8 cm und besteht aus den Farben der Studentenverbindung. Füchse tragen ein ähnliches Band, das jedoch nur einen Teil der Verbindungsfarben beinhaltet.
    Das Band ist Symbol für das unsichtbare "Freundschaftsband" und somit Zeichen der Verbundenheit untereinander. Zudem ist es nach außen hin Ausdruck für das Bekenntnis zu den Prinzipien des CV.
  • Bude
    Aus dem 19. Jahrhundert stammender Ausdruck für Studentenwohnung. Bude wird heute auch für Verbindungswohnheim verwendet (siehe auch Verbindungshaus).
  • Bundesbruder
    Die Mitglieder einer Studentenverbindung untereinander sind sogenannte Bundesbrüder (siehe auch Cartellbruder, Kartellbruder und Farbenbruder).
  • Bursch
    Ausdruck aus dem Mittelalter für Bewohner einer Burse (Studentenhaus), heute jedoch vollberechtigtes Mitglied einer Studentenverbindung nach Beendigung der Fuchsenzeit.
  • Burschung
    Feierliche Zeremonie, in der ein Fuchs zum vollberechtigten Mitglied endgültig in die Studentenverbindung aufgenommen wird.
 
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  • Cartellbruder
    Die Mitglieder innerhalb des CV, jedoch verschiedener Verbindungen, sind sogenannte Cartellbrüder (siehe auch Bundesbruder, Kartellbruder und Farbenbruder).
  • Charge
    Eine Charge (ursprünglich: "Bürde eines Amtes") ist ein Amt, das mit Führungsaufgaben betreut ist. Die Amtsträger werden vom Convent auf die Dauer eines Semesters gewählt. Die Aktivitas hat in der Regel fünf Chargen:
    • Der Senior (Abkürzung: x) vertritt die Verbindung nach innen und nach außen. Ihm obliegt die Einberufung und Leitung der Convente sowie anderer Veranstaltungen. Er ist ausführendes Organ und Hüter der Satzungen von Verbindung und Cartellverband. Ihm steht das Hausrecht zu. Er hat den erforderlichen Kontakt zu Kirche, Hochschule, Ortsverband, Cartellverband und dem Philisterium zu pflegen. Die Rezeption und Burschung der Neumitglieder wird vom Senior vollzogen.
    • Die Durchführung der wissenschaftlichen und kulturellen Abende sowie der Damenveranstaltungen (siehe auch Couleurdamen) fällt in den Aufgabenbereich des Conseniors (Abkürzung: xx). Er vertritt den Senior, soweit dieser verhindert ist.
    • Der Fuchsmajor (Abkürzung: FM) ist für den Nachwuchs und die Füchse zuständig. Er hält regelmäßig Fuchsenstunden ab, in welchen er erforderlichen Wissenstoff über die Verbindung, den CV, die Prinzipien, den Comment usw. vermittelt.
    • Der Schriftführer (Abkürzung: xxx) führt die Protokolle der Convente und den Schriftverkehr der Verbindung.
    • Der Kassierer (Abkürzung: xxxx) verwaltet die Finanzen der Verbindung.

    Die Abkürzungen stammen aus der Zeit der studentischen Orden des 18. Jahrhunderts.
    Im Philisterium gibt es mit Ausnahme des Fuchsmajors dieselben Chargen.

  • Chargierter
    Ein Chargierter ist ein Amtsträger einer Charge. Da dieser während der Zeit seiner Charge häufig in Vollwichs auftritt, wird heutzutage auch ein in Vollwichs gekleideter Vertreter einer Verbindung so bezeichnet.
  • Comment
    (franz. wie) Normen, Formeln und Formen, die in erster Linie einem einheitlichen Erscheinungsbild nach außen hin dienen. Der Comment besteht in der Regel aus überliefertem studentischen Brauchtum.
  • Convent
    Demokratisch beratendes und beschlußfassendes Organ einer Studentenverbindung. Je nachdem, welche Mitglieder einer Verbindung zugelassen sind, unterscheidet man:
    • Allgemeiner Convent
    • Burschenconvent
    • Altherrenconvent
    • Kumultativconvent (auch Cumultativconvent)
  • Corona
    (lat. Kranz) Teilnehmerkreis (z.B. Teilnehmerkreis einer Kneipe heißt Kneipcorona)
  • Couleur
    (franz. Farbe) Das (die) Couleur (Vollcouleur) besteht in der Regel aus CV-Nadel, Band und Mütze (bei manchen Verbindungen auch noch der Zipfelbund), bedeutet also die Farben der Verbindung, die sich auf den o.a. Couleurartikeln (s.u.) befinden.
    Die Couleur steht oft auch als Synonym für Verbindung, so werden Gegenstände des Verbindungsstudententums als Couleurgegenstände oder auch Couleurartikel bezeichnet (z.B. Couleurkarten sind Postkarten der Verbindung)
  • Couleurdamen
    Meist jüngere Damen, die regelmäßig zu Verbindungsveranstaltungen kommen und sich mit der Verbindung verbunden fühlen. Ansprechpartner für die Couleurdamen ist der Consenior.
  • CV-Nadel
    Sie ist ein Erkennungszeichen, bestehend aus den Farben des CV gelb (gold) und gün. Sie wird in der Ecke des rechten Rockaufschlages (Anzugkragen) getragen.
 
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  • Farbenbruder
    Mitglieder verschiedener Studentenverbindungen, von denen eine nicht dem CV oder EKV angehöhrt, nennen sich Farbenbrüder (siehe auch Bundesbruder, Cartellbruder und Kartellbruder).
  • Fechten
    Eine Art des Kampfes mit Hieb- und Stichwaffen, die von den Studenten trotz vielfachen Verbotes des Waffentragens leidenschaftlich gepflegte Form zur Regelung von Ehrenangelegenheiten.
    Unterscheidungsmerkmal für schlagende und nichtschlagende Studentenverbindungen, wie z.B. die Verbindungen des CV (siehe auch Mensur).
  • Flaus
    Unterscheidet sich von der Pekesche durch einfachere Machart (besonders durch bescheidenere Schnurverzierungen).
  • Fuchs, Fux
    Ursprünglich die Universitätsneulinge, dann die Neulinge einer Studentenverbindung. Die Fuchsenzeit beträgt in der Regel zwei Semester. Während dieser Zeit hat der Fuchs die Gelegenheit, die Verbindung und das Verbindungsleben kennenzulernen. Wenn er nach seiner Fuchsenzeit endgültig Mitglied der Verbindung werden will, kann er durch die Burschung zum vollberechtigten Mitglied der Verbindung werden.
 
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  • Gründungsfest
    Das Gründungsfest erinnert wie das Stiftungsfest an die Gründung der Verbindung und findet meist im Wintersemester statt. Es wird nicht in allen Verbindungen gefeiert.
 
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  • Inaktiver
    Aktiver Bursch, der sich bereits in der Verbindung engagiert hat. Ein Inaktiver hat dieselben Rechte wie ein Aktiver, jedoch weniger Pflichten (siehe Aktivitas).
 
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  • Kartellbruder
    Die Mitglieder innerhalb des EKV, jedoch verschiedener Verbände, sind sogenannte Kartellbrüder (siehe auch Cartellbruder, Bundesbruder und Farbenbruder).
  • Keilen
    Werben neuer Mitglieder für die Verbindung (siehe auch Fuchsmajor)
  • Kneipe
    Traditionelle Art studentischen Feierns, bei der gesungen wird, Reden abgehalten werden und die nach bestimmten Regeln (Comment) abläuft. Während einer Kneipe wechseln sich die Abschnitte mit Reden (Corona im Silentium) und Kolloquium (Corona im Gespräch) ab. Eine Kneipe hat immer einen feierlichen Teil (Offizium, kurz Offiz). Es kann sich ein gesellig-lustiger Teil (Inoffizium, kurz Inoffiz) anschließen.
    Eine feierlichere Variante der Kneipe ist der Kommers.
  • Kolloquium
    (lat. Gespräch) Kolloquium werden die Abschnitte während einer Kneipe oder eines Kommerses genannt, in denen die Corona sich unterhalten darf. Das Gegenstück zum Kolloquium ist das Silentium.
  • Komment
    Comment
  • Kommers
    Kneipe
  • Korporation
    (lat. Körperschaft) Synonym für Studentenverbindung
 
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  • Mensur
    Studentischer Zweikampf (siehe auch Fechten).
    Der CV verlangt von seinen Mitgliedern das Bekenntnis zum Katholizismus und lehnt aus diesem Grunde die Mensur ab (da sie als Vorstufe zum Duell dem christlichen Versöhnungsgedanken widerspricht). Nach katholischem Kirchenrecht zieht das Duell für alle irgendwie daran Beteiligten die Exkommunikation nach sich.
    Bis 1969 wurde der Zweikampf mit tödlichen Waffen strafrechtlich verfolgt, heute gelten die allgemeinen Regeln des Strafrechts über vorsätzliche Tötung und Körperverletzung.
  • Mütze
    Verbindungsstudentische Kopfbedeckung. Die Farben dieser setzten sich aus den Farben der Verbindung zusammen. An Formen unterscheidet man: Teller, Hinterhauptcouleur, Biedermeier, Hochformat und Stürmer.
 
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  • Nadel
    siehe CV-Nadel
  • nichtschlagend
    Nichtschlagende Studentenverbindungen sind Verbindungen mit Mensurverbot (siehe auch Mensur). Im CV sind nur nichtschlagende Studentenverbindungen.
 
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  • Pekesche
    Der Begriff stammt sprachlich und modisch aus dem Polnischen (bekiesza = Pelzoberrock) und geht zurück auf die Polenbegeisterung in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Man verstand darunter ein Überrock mit Schnüren und Quasten. Daraus entwickelte sich die farbige Jacke, die in der Regel die Hauptfarbe der Verbindung zeigt und auf die als reiche Verzierung in bunten Schnüren die anderen Farben der Verbindung aufgenäht sind. Sie ist Bestandteil der Vollwichs.
  • Philister
    Ursprünglich Bürger, später bei Studentenverbindungen Bezeichnung für die Mitglieder, die ihr Studium beendet haben (siehe auch Alter Herr).
  • Philisterium
    Die Philister (vgl. Alte Herren) einer Studentenverbindung bilden zusammen das Philisterium.
 
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  • Rezeption
    Feierliche Aufnahme in eine Studentenverbindung als Fuchs.
 
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  • schlagend
    Schlagende Studentenverbindungen sind Verbindungen, die als Pflicht oder aber auch fakultativ (fakultativ schlagend) von ihren Mitgliedern eine oder mehrere Mensuren verlangen.
    Im CV sind nur nichtschlagende Studentenverbindungen.
  • Schläger
    Bei CV-Verbindungen ist heutzutage der Schläger stumpf und ohne Spitze (CV-Verbindungen sind nichtschlagend), jedoch sonst ähnlich wie ein Degen gebaut. Er ist, da das Tragen eines Degens als Waffe in früheren Jahren verboten war, auch heute noch Ausdruck der akademischen Freiheit.
    (siehe auch Mensur)
  • Silentium
    (lat. Ruhe) Silentium werden die Abschnitte während einer Kneipe oder eines Kommerses genannt, in denen die Corona sich nicht unterhalten darf. In diesen Abschnitten werden Reden gehalten, studentische Bräuche zelebriert (Comment) oder es wird gesungen. Das Gegenstück zum Silentium ist das Kolloquium.
  • Stiftungsfest
    Feier in Erinnerung an die Gründung der Verbindung.
 
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  • Vollcouleur
    Couleur
  • Vollwichs
    (siehe auch Wichs) Die Vollwichs besteht aus
    • dem Cerevis, einer reich verzierten Kopfbedeckung,
    • der Pekesche,
    • dem Band,
    • der Schärpe, die über dem Verbindungsband getragen wird, aus denselben Farben wie das Band besteht nur deutlich breiter ist,
    • einer weißen Hose,
    • schwarzen Schaftstiefeln oder Stulpen (evtl. mit Sporen),
    • weißen Stulpenhandschuhen,
    • dem Gehänge, eine Art Gürtel als Befestigung für den Schläger
    • und dem Schläger (falls die Verbindungsfahne mitgeführt wird, trägt der Fahnenträger keinen Schläger).
  • Vulgo
    (Abkürzung v/o) Auch Biername, Couleurname oder Kneipname. Interner Name eines Verbindungsmitglieds. Entstanden in Zeiten, in denen Studentenverbindungen verboten waren.
  • Verbindungshaus
    In der Regel findet das Verbindungsleben auf dem verbindungseigenen Haus oder der Verbindungsetage statt. Auf vielen Häusern ißt man gemeinsam zu Mittag; abends ist das Haus der Ort für die Verbindungsveranstaltungen. An veranstaltungsfreien Tagen bildet es den Treffpunkt für gesellige Stammtische, Skatklopfer oder heiße Diskussionsrunden.
    (siehe auch Verbindungswohnheim)
  • Verbindungswohnheim
    Fast jede Studentenverbindung besitzt auf ihrem Verbindungshaus Zimmer, die von Bundesbrüdern zu erschwinglichen Preisen bewohnt werden können.
 
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  • Wichs
    Von Putzmittel für Ledersachen - "Wichse" genannt, mit dem die Stiefel blank "gewichst" wurden, - leitet sich das Wort (der, die) "Wichs" her. Das Wort bedeutet in der Verbindungsstudentensprache "Putz, Festgewand, bester Anzug" und ist die Bezeichnung für die Festtracht der Studentenverbindung (siehe auch Vollwichs).
 
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  • Zipfel
    Ein Zipfel ist ein Schmuckanhänger, bestehend aus einem Stück Couleurband, Schieber mit Zirkel und evtl. Wappen, Endstücken und trägt eine Widmung. Ein Zipfel ist das Zeichen besonders freundschaftlicher Bindung. Man unterscheidet Bier-, Wein-, Sekt- und Schnapszipfel, die sich in ihrer Breite unterscheiden. Ein bzw. mehrere Zipfel werden an einer Spange eingehängt. Mehrere Zipfel bilden den Zipfelbund. Der Comment für das Tragen eines Zipfelbundes ist unterschiedlich. Meist wird er jedoch am rechten Hosenbund getragen.
  • Zipfelbund
    siehe Zipfel
  • Zirkel
    Er ist ein in der Regel geschwungenes Symbol für eine Studentenverbindung, der die Abkürzungsbuchstaben beinhaltet (jede CV-Verbindung hat ein Buchstabenkürzel). Er wird an die Unterschrift angehängt und auf Couleurgegenständen verwendet. Im Schreibmaschinensatz oder digitalisierten Schriftstücken wird der Zirkel durch das Buchstabenkürzel mit Ausrufungszeichen ersetzt (z.B. Hs! für AV Hansea-Berlin).